AWO Bezirksverband Niederrhein e.V.

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Ergebnisbericht "Schritt für Schritt - Brücken bauen"

Schritt für Schritt aus der Langzeitarbeitslosigkeit

Wenn die Bundesagentur für Arbeit geringere Arbeitslosenzahlen verkündet, dann bleibt die Gruppe der Langzeitarbeitslosen in der Regel davon völlig unberührt. Circa eine Million erwerbsfähige Menschen sind länger als ein Jahr arbeitslos. Viele von ihnen haben nur sehr geringe oder gar keine Chancen auf einen Arbeitsplatz. Und nicht wenige haben längst jede Hoffnung und sich selbst aufgegeben.

Pilotprojekt der Freien Wohlfahrtspflege in NRW

Auch unterschiedlichste Maßnahmen der Jobcenter - vorrangig auf Qualifizierung ausgerichtet - haben die Zahl der Langzeitarbeitslosen in den letzten Jahren kaum verringert. Deshalb ist die Freie Wohlfahrtspflege in NRW (FW NRW) in den Jahren 2015-2017 mit dem mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes NRW geförderten Pilotprojekt 'Schritt für Schritt - Brücken bauen' einen neuen Weg gegangen.

Ehrenamtliche Lotsen…

Nicht die Qualifikation, sondern das soziale Umfeld standen im Fokus des Projektes, um Langzeitarbeitslose 'Schritt für Schritt' aus ihrer sozialen Isolation herauszulösen und die Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern. Die Hauptakteure waren dabei ehrenamtliche Lotsen, die die Auswirkungen von Langzeitarbeitslosigkeit schon am eigenen Leib verspürt haben. Aufsuchende Hilfe und die Ansprache auf Augenhöhe durch die Lotsen haben den Zugang zu den Langzeitarbeitslosen geebnet.

…und hauptamtliche Coaches

Begleitet wurden die ehrenamtlichen Lotsen von hauptamtlichen Coaches, die seit Februar 2014 für zunächst 18 Monate an fünf Projekt-Standorten angesiedelt wurden (Kreis Borken, Herford, Langenfeld, Oberhausen und Solingen). Bei der Verteilung dieser fünf Standorte auf die Verbandsgruppen der FW NRW erhielt die AWO den Zuschlag für Solingen (AWO Arbeit & Qualifizierung gGmbH).